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Klaustrophobie
Der Begriff dieser Unterart der Angst setzt sich zusammen
aus dem lateinischen Begriff für einschließen und der griechischen Bezeichnung
für Angst. Gemeint ist damit die Angst vor Eingrenzung im Allgemeinen und vor
engen Räumen im Besonderen.
Klaustrophobie kann sehr unterschiedliche Ursachen haben.
Die moderne Psychoanalyse geht inzwischen davon aus, dass dieser Angststörung in
den meisten Fällen reale Erlebnisse zugrunde liegen, bei denen man in engen
Räumen eingesperrt war. Viele Menschen, die schon mal in einem Fahrstuhl
stecken geblieben oder verschüttet worden sind, kennen diese Art der Angst.
Hier spricht der Psychologe allerdings von einer PTB = Posttraumatische
Belastungsstörung.
Das bedeutet nichts anderes, als dass der Mensch mit aller
Gewalt verhindern möchte, dass er noch einmal eine solche bedrückende Situation
erlebt. Schon bei manchem Klaustrophobie-Patienten stellte sich während einer
Therapie heraus, dass er als Kind regelmäßig als Strafe im dunklen Keller
eingesperrt wurde.
Eine andere Form der Klaustrophobie zeigt sich in der Angst
vor Einengung im übertragenen Sinne. Häufig findet sich diese Form bei Singles,
die es nicht schaffen, eine Partnerschaft einzugehen, obwohl sie es gerne
möchten und auch das entsprechende Angebot an potentiellen Partnern da ist. Sie
befürchten, in ihrer persönlichen Freiheit eingegrenzt zu werden. Diese Form
findet sich auch häufig bei Menschen, die aus einem inneren Wunsch heraus nicht
sesshaft werden möchten oder aus der Gesellschaft ganz aussteigen und ein
Eremitendasein im Wald führen.
Klaustrophobie ist, wenn sie einmal erkannt wird, sehr gut behandelbar.
In der Regel übernehmen die Krankenkassen auf Antrag die Kosten für eine
Verhaltenstherapie, bei der die Ursachen aufgespürt und aufgearbeitet werden
und Verhaltensmuster erlernt werden, mit denen man die Angst wirksam bekämpfen
kann. Manchmal ist es hier nötig, zu Beginn der Behandlung mit Psychopharmaka
zu arbeiten, um einen Einstieg in eine Therapie zu ermöglichen. Nur in wenigen
schweren Fällen ist eine dauerhafte Medikamentengabe nötig, um es dem
Betroffenen möglich zu machen, ein weitgehend normales Leben zu führen.
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