Die Zoophobie wird in der Humanmedizin als Bezeichnung für
die Ängste eingesetzt, die durch Tiere ausgelöst werden. Dabei ist es
unerheblich, um welche Art von Tier es sich handelt. Erst kürzlich wurde ein
Fall aus Amerika bekannt, wo ein Mann Schmerzensgeld erhielt, weil er eine
Depression entwickelte nachdem er in einer frisch gekauften Flasche
Mineralwasser eine Fliege gefunden hatte.
Es gibt unterschiedliche Ursachen für die Angst vor Tieren.
Zum einen sollte man vor manchen wilden Tieren wie Bären, Löwen, Tigern und
verschiedenen Schlangenarten tatsächlich Respekt haben, weil sie aus ihrem
Beuteinstinkt heraus auch den Menschen angreifen würden. Andererseits können
als Einzelexemplare harmlose Tiere in der Masse gefährlich werden, wie Alfred
Hitchcocks „Vögel“ eindrucksvoll beweist. Immer wieder werden auch Imker in die
Notaufnahmen eingeliefert, die trotz aller Schutzmaßnahmen von einem ganzen
Volk angegriffen und gestochen werden, wenn sie sich im Zuge von
Umsetzungsmaßnahmen an der Königin zu schaffen machten.
Ganz wichtig beim Punkt Angst vor Tieren ist die gründliche
Information, wann welches Tier wirklich gefährlich werden kann und wie man sich
vor solchen Übergriffen schützen kann. Doch viele Menschen haben auch vor den
Tieren Angst, die nun wirklich harmlos sind. Das können Spinnen sein, die auf
Grund ihres Aussehens Fluchtreaktionen beim Betroffenen auslösen können. Bei
Schlangen befürchten viele, sie seien glitschig und es ist eher der Ekel, der
sie davor zurückschrecken lässt. Auch ist es ein komisches Gefühl, wenn Vögel
unmittelbar an einem vorbeiflattern. Dort kann sowohl das Geräusch als auch der
damit verbundene Luftzug ein ungutes Gefühl auslösen, das die Kaskade der
Angstreaktionen des Körpers in Gang bringt. Ist so etwas einmal passiert,
„konditioniert“ das menschliche Hirn solche Reaktionen. Das bedeutet, die
Betroffenen reagieren schon auf einzelne, mit dieser Situation in Zusammenhang
stehende Aspekte, wie Geräusch, Geruch oder gar Anblick.
Eine großen Erfolg versprechende Behandlungsmöglichkeit für
die Angst vor Tieren ist die Verhaltenstherapie, während der zuerst einmal
darauf eingegangen wird, wann es zum ersten Mal zu dieser überzogenen
Angstreaktion des Körpers kam. Manchmal reicht es schon, diese Situation im
Gespräch aufzulösen. Häufig wird jedoch eine Konfrontationstherapie angesetzt.
Das bedeutet, dass der Patient Stück für Stück an das jeweilige Tier
herangeführt wird. Aufklärung, Anschauen, Nähern und zuletzt berühren – das
wird die Taktik sein, die der behandelnde Psychologe verfolgt. Diese Therapien
sind zu einem hohen Prozentsatz erfolgreich, werden von den Krankenkassen
allerdings nur dann übernommen, wenn es sich um Tiere handelt, die einem im
normalen Alltag begegnen können, wie zum Beispiel Spinnen, Hunde, Katzen und
Vögel. Ansonsten empfiehlt es sich, den nächstgelegenen größeren Zoo zu
kontaktieren, denn auch diese bieten manchmal solche hilfreichen
Kontaktseminare zur Bekämpfung der Angst vor Tieren an.